Produkte im Prospekt
reunde kommen zum Abendessen: Fb soll es sein. Aber Achtung! Anke verträgt keine Milchprodukte, Vol- ker wegen Histamin keinen Rotwein, und der eigene Bauch reagiert auf Weizen verlässlich mit Blähungen. Was also einkaufen? Pure Nahrungsmittel im Supermarkt zu umgehen, von denen man weiß, dass sie ei- nem nicht bekommen, ist einfach. Aber In- haltsstoffe oder Zutatenlisten auf einer Um- verpackung entziffern und einordnen zu müssen, kann stressig sein. Zum Glück gibt es digitale Einkaufsassistenten - einfach zu bedienen, auch für Menschen mit Sehein- schränkungen und Blinde. Wenn der Bauch rebelliert Zunächst eine notwendige Klärung: Eine Un- verträglichkeit (auch Intoleranz genannt) ist nicht dasselbe wie eine Allergie. Anders als bei Allergien spielt hier nicht ein verwirrtes Immunsystem die zentrale Rolle, sondern der Verdauungstrakt. Er kann bestimmte Nahrungsbestandteile nicht gut aufspalten bzw. verarbeiten, was Völlegefühl, Blähun- gen, Bauchkrämpfe, Durchfall, Kopfschmer- zen und/oder Schwindel verursachen kann - unangenehm, auch schmerzlich, aber nicht lebensbedrohlich wie etwa eine Allergie (ana- phylaktischer Schock) gegen Nüsse oder Fisch. Dennoch darf man die Symptome von Unverträglichkeiten nicht verharmlosen. Sie sind weder eingebildet noch eine „Modeer- scheinung“, wie Spötter behaupten, sondern eindeutig physisch begründet. Sie können die Lebensqualität stark beeinträchtigen. Bei eini- gen Betroffenen bestehen Lebensmittelunver- träglichkeiten bereits im Säuglingsalter, ande- re entwickeln sie erst im Laufe ihres Lebens. Warum reagiert der Körper so gereizt? Zu den häufigsten unverträglichen Stoffen gehören Laktose (Milchzucker), Gluten (auch: Klebereiweiß) und Fruktose (Fruchtzucker). Milchzucker ist Bestandteil aller tierischen Milchprodukte, Gluten ein natürliches Pro- teingemisch in Getreidesorten wie Weizen, Roggen, Gerste und Dinkel. Fruktose steckt in Obst. Alle Stoffe können sich auch in verarbei- teten Lebensmitteln „verstecken“. Bei einer Laktoseintoleranz produziert der Körper zu wenig Laktase, ein Enzym, das Milchzucker aufspaltet. So bleibt die Laktose SMARTE HELFER Ob Weißbrot, Obst oder Milch - was für die einen selbstverständlich ist, bedeutet für andere genaues Prüfen. Scans helfen, beim Ein- kauf den Überblick zu behalten unverdaut und gelangt in den Dickdarm, wo sie von Bakterien fermentiert wird. Das produziert Gase und Säuren, die zu den ge- nannten Symptomen führen können. Ähn- liches passiert bei einer Fruktoseunverträg- lichkeit, wenn Fruchtzucker, etwa der einer Banane, nicht vollständig vom Dünndarm >» 39
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