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Aktueller Prospekt Rossmann - Gültig von 28.04 bis 06.05 - Seitenzahl 34

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Prospekt Rossmann 28.04.2026 - 06.05.2026
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Prospekt Aldi-Nord - ALDI Vorschau 27 Apr, 2026 - 2 Mai, 2026
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Produkte im Prospekt

GESELLSCHAFT / Interview in großes Feinkostgeschäft, schi- FE: Restaurants, Imbissläden mit Fischbrötchen, von der Elbe her ist Möwengeschrei zu hören: Der Ham- burger Holzhafen, an dem das Büro von Christian Rach liegt, passt perfekt zu einem, der sich schon immer gerne mit Essen beschäftigt hat. Bis zu sieben Mil- lionen Zuschauer schalteten zwischen 2005 und 2013 pro Woche ein, wenn „Rach, der Restauranttester“ Gastrono- men in der Krise beriet. 2017 wurden die letzten Folgen ausgestrahlt. Aus „Grill den Henssler“ hat sich der 68-Jährige, dessen Restaurants mehrfach mit Mi- chelin-Sternen ausgezeichnet wurden, verabschiedet. Er ist aber gern gesehener Talk- und Quizshow-Gast, und neue Pro- jekte sind nicht ausgeschlossen. Sein Au- genmerk liegt derzeit auf „Dreimal freie Meinung“: In diesem Podcast spricht Rach gemeinsam mit dem CDU-Politiker Wolfgang Bosbach und dem Journalisten Hans-Ulrich Jörges mit Gästen aus Wirt- schaft, Kultur oder Politik. Erst Sternekoch, dann TV-Experte und nun politischer Beobachter. Wie kam es zu diesem Wandel? Christian Rach: Ich war schon immer ein politischer Mensch und habe Philo- sophie und Mathematik studiert. Politik wird spürbar vor Ort beim Menschen, und Restaurants sind immer auch poli- tische Orte. Wolfgang Bosbach und ich kennen uns schon lange und verstehen uns sehr gut. Dann kam ein ehemaliger Mitarbeiter von „Hart aber fair“ auf den Gedanken, dass wir daraus einen Pod- cast entwickeln. Den machen wir jetzt seit über fünf Jahren sehr erfolgreich. Letztes Jahr haben wir Hans-Ulrich Jör- ges dazugeholt, ehemaliges Mitglied der Chefredaktion des „Stern“. Das passt wunderbar. Dirk Roßmann war auch schon zweimal zu Gast. Was reizt Sie an dem Format? Ich glaube, es ist gut, wenn nicht nur der Politikprofi und der gewiefte Chefre- dakteur am Tisch sitzen, sondern wenn von der Seitenlinie mal ein Einwurf kommt, mit einer anderen Sichtweise. Ich bin jemand von der Basis. Ich wün- sche mir, dass die schweigende Mitte Christian Rach Geboren 1957 in St. Ingbert, studierte er Mathematik und Philo- sophie. Gegen Ende des Studiums erlernte er den Beruf des Kochs in Frankreich, Österreich und Hamburg. Dort führte er von 1989 bis 2011 das Restaurant „Tafelhaus“, das ab 1991 durchgängig mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet war. Bun- desweit bekannt wurde er durch TV-Formate wie „Rach, der Restaurant- tester“, „Rachs Res- taurantschule“ und die ZDF-Terra-X-Reihe „Die Geschichte des Essens“. Heute gehört er zum Moderationsteam von „Dreimal freie Meinung“ mit Wolfgang Bosbach und Hans-Ulrich Jörges aktiv wird und Diskussionen und Akti- vitäten nicht nur den extremen Rändern überlässt. Sie sagen, Restaurants sind politische Orte. Wie kann man das verstehen? Stellen Sie sich eine Landschaft ohne Gastronomie vor, ohne Restaurants, Kneipen, Bars, Hotels. Vermutlich würde das Aggressionspotenzial in der Gesell- schaft enorm ansteigen. Denn diese Orte bieten Flucht vom Alltag. Wenn wir das nicht mehr hätten, würde es in unserer Gesellschaft noch mehr gären. In einem Restaurant finden Liebesbegegnungen statt, Trauer, Streit, Geschäfte, große Dis- kussionen - also einfach das wahre Le- ben. Ein klassischer Ort für Politik. Der andere klassische Ort ist zu Hause am Tisch. Unser Heft-Oberthema dreht sich um das gemeinsame Essen. Was ist daran anders als „Wir sitzen einfach zusam- men“? Persönliche Treffen sind absolut wichtig, sie machen Gespräche erst „er- fahrbar“. Gerade im geschäftlichen und politischen Bereich ist die Atmosphäre entscheidend. Man braucht ja während der Gespräche auch eine Verschnauf- pause, und das funktioniert bei einem schönen Essen sehr gut. Essen - was und wie - schafft Identität und gibt viel Per- sönliches preis. Als etwa Olaf Scholz als Bundeskanzler 2023 in Hamburg dem französischen Präsidenten Macron bei seinem Staatsbesuch ein Fischbrötchen servierte, war das zwar legendär, sagt aber auch ganz viel über die Person Olaf Scholz aus. Und warum ist es so wichtig, dass auch in der Familie gemeinsam gegessen wird? Wir verlieren mit den modernen Kommunikationsmitteln immer mehr die Sprache. Die Fähigkeit zu formulie- ren, sich gegenüberzusitzen und sich in die Augen zu schauen, muss man erler- nen. Das steht nicht auf dem Lehrplan, und wir können auch nicht alles an den Staat delegieren. Das Gespräch zu Hau- se ist zentral. Ohne Familie, egal wie sie aussieht, gibt es keine Gesellschaft. »

Aktuelle Prospekte und Angebote

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GESELLSCHAFT / Interview in großes Feinkostgeschäft, schi- FE: Restaurants, Imbissläden mit Fischbrötchen, von der Elbe her ist Möwengeschrei zu hören: Der Ham- burger Holzhafen, an dem das Büro von Christian Rach liegt, passt perfekt zu einem, der sich schon immer gerne mit Essen beschäftigt hat. Bis zu sieben Mil- lionen Zuschauer schalteten zwischen 2005 und 2013 pro Woche ein, wenn „Rach, der Restauranttester“ Gastrono- men in der Krise beriet. 2017 wurden die letzten Folgen ausgestrahlt. Aus „Grill den Henssler“ hat sich der 68-Jährige, dessen Restaurants mehrfach mit Mi- chelin-Sternen ausgezeichnet wurden, verabschiedet. Er ist aber gern gesehener Talk- und Quizshow-Gast, und neue Pro- jekte sind nicht ausgeschlossen. Sein Au- genmerk liegt derzeit auf „Dreimal freie Meinung“: In diesem Podcast spricht Rach gemeinsam mit dem CDU-Politiker Wolfgang Bosbach und dem Journalisten Hans-Ulrich Jörges mit Gästen aus Wirt- schaft, Kultur oder Politik. Erst Sternekoch, dann TV-Experte und nun politischer Beobachter. Wie kam es zu diesem Wandel? Christian Rach: Ich war schon immer ein politischer Mensch und habe Philo- sophie und Mathematik studiert. Politik wird spürbar vor Ort beim Menschen, und Restaurants sind immer auch poli- tische Orte. Wolfgang Bosbach und ich kennen uns schon lange und verstehen uns sehr gut. Dann kam ein ehemaliger Mitarbeiter von „Hart aber fair“ auf den Gedanken, dass wir daraus einen Pod- cast entwickeln. Den machen wir jetzt seit über fünf Jahren sehr erfolgreich. Letztes Jahr haben wir Hans-Ulrich Jör- ges dazugeholt, ehemaliges Mitglied der Chefredaktion des „Stern“. Das passt wunderbar. Dirk Roßmann war auch schon zweimal zu Gast. Was reizt Sie an dem Format? Ich glaube, es ist gut, wenn nicht nur der Politikprofi und der gewiefte Chefre- dakteur am Tisch sitzen, sondern wenn von der Seitenlinie mal ein Einwurf kommt, mit einer anderen Sichtweise. Ich bin jemand von der Basis. Ich wün- sche mir, dass die schweigende Mitte Christian Rach Geboren 1957 in St. Ingbert, studierte er Mathematik und Philo- sophie. Gegen Ende des Studiums erlernte er den Beruf des Kochs in Frankreich, Österreich und Hamburg. Dort führte er von 1989 bis 2011 das Restaurant „Tafelhaus“, das ab 1991 durchgängig mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet war. Bun- desweit bekannt wurde er durch TV-Formate wie „Rach, der Restaurant- tester“, „Rachs Res- taurantschule“ und die ZDF-Terra-X-Reihe „Die Geschichte des Essens“. Heute gehört er zum Moderationsteam von „Dreimal freie Meinung“ mit Wolfgang Bosbach und Hans-Ulrich Jörges aktiv wird und Diskussionen und Akti- vitäten nicht nur den extremen Rändern überlässt. Sie sagen, Restaurants sind politische Orte. Wie kann man das verstehen? Stellen Sie sich eine Landschaft ohne Gastronomie vor, ohne Restaurants, Kneipen, Bars, Hotels. Vermutlich würde das Aggressionspotenzial in der Gesell- schaft enorm ansteigen. Denn diese Orte bieten Flucht vom Alltag. Wenn wir das nicht mehr hätten, würde es in unserer Gesellschaft noch mehr gären. In einem Restaurant finden Liebesbegegnungen statt, Trauer, Streit, Geschäfte, große Dis- kussionen - also einfach das wahre Le- ben. Ein klassischer Ort für Politik. Der andere klassische Ort ist zu Hause am Tisch. Unser Heft-Oberthema dreht sich um das gemeinsame Essen. Was ist daran anders als „Wir sitzen einfach zusam- men“? Persönliche Treffen sind absolut wichtig, sie machen Gespräche erst „er- fahrbar“. Gerade im geschäftlichen und politischen Bereich ist die Atmosphäre entscheidend. Man braucht ja während der Gespräche auch eine Verschnauf- pause, und das funktioniert bei einem schönen Essen sehr gut. Essen - was und wie - schafft Identität und gibt viel Per- sönliches preis. Als etwa Olaf Scholz als Bundeskanzler 2023 in Hamburg dem französischen Präsidenten Macron bei seinem Staatsbesuch ein Fischbrötchen servierte, war das zwar legendär, sagt aber auch ganz viel über die Person Olaf Scholz aus. Und warum ist es so wichtig, dass auch in der Familie gemeinsam gegessen wird? Wir verlieren mit den modernen Kommunikationsmitteln immer mehr die Sprache. Die Fähigkeit zu formulie- ren, sich gegenüberzusitzen und sich in die Augen zu schauen, muss man erler- nen. Das steht nicht auf dem Lehrplan, und wir können auch nicht alles an den Staat delegieren. Das Gespräch zu Hau- se ist zentral. Ohne Familie, egal wie sie aussieht, gibt es keine Gesellschaft. »
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