Produkte im Prospekt
Mit ihrer Lautstärke weckt Seme- chin nicht nur die Aufmerksam- keit der Branche und der Medien. Im Sommer meldet sich ein mög- licher neuer Sponsor: Pampers, Hersteller von Windeln und Ba- by-Pflegeprodukten und Teil von Procter & Gamble, bietet der Sport- lerin eine Partnerschaft an. „‚Wäh- rend der Schwangerschaft und in der Zeit danach unterstützt mich Pampers finanziell und mit Baby- Pflegeprodukten. Darüber freue ich mich sehr‘, sagt die Schwimmerin. Doch ihre Mission ist noch nicht beendet. „Ich habe großes Glück gehabt, aber was ist mit all den anderen?“, fragt sie. In einer Um- frage des SWR unter 300 Profisport- lerinnen gab mehr als die Hälfte an, sie fühlten sich nicht darin un- terstützt, ein Kind zu bekommen und weiter Leistungssport zu be- treiben. „Ich möchte, dass es für die nächste Generation einfacher wird und die jüngeren Sportlerinnen sich keine Sorgen machen müssen“, sagt Semechin. Im November 2025, zwei Monate nach der Geburt ihres Sohnes Klaus, wird sie ins Präsi- dium des Vereins Athleten Deutsch- land e. V. gewählt. Auch dort setzt sich die Schwimmerin für das The- ma ein. Mittlerweile ist ihr Sohn ein halbes Jahr alt. Am Wochen- ende nimmt sie ihn manchmal mit zum Sport, nach dem Kraft- training planschen sie zusammen im Warmwasserbecken. Noch lässt Semechin es ruhig angehen, aber das nächste Ziel hat sie schon im Visier: die Paralympics 2028 in Los Angeles. eo Drei Fragen an: Victoria Lamprecht Die Babyschlafberaterin von „Kingababy“ hilft auch Elena Semechin Sie geben Kurse und Coachings für besseren Babyschlaf. Würden Sie Athletinnen wie Elena Semechin so eine Beratung besonders empfehlen? Für jemanden wie Elena, die tagsüber Höchst- leistungen erbringen muss, ist Schlaf natürlich besonders wichtig. Aber alle Menschen, Babys und Eltern, profitieren davon. Schlafentzug kann so belastend sein. Elena und Phillip sind glück- licherweise noch sehr entspannt, das freut mich total. Oft erlebe ich Eltern, die beim Thema Schlaf sehr verunsichert sind. Was verunsichert die Eltern so? Es gibt draußen, im Internet oder in Büchern, sehr gegensätzliche Meinungen darüber, was man tun soll oder auf keinen Fall tun darf. Und Eltern haben Sorge, etwas falsch zu machen. Welchen Ansatz verfolgen Sie mit Kingababy? Mir ist es wichtig, die Bedürfnisse der Eltern ebenso zu berücksichtigen wie die des Babys. Und ich arbeite am liebsten präventiv. Schon in der Schwangerschaft und kurz nach der Geburt kann man den Babyschlaf ganz sanft in die rich- tigen Bahnen lenken. Oft kommen Eltern zu mir, die seit Monaten Probleme haben. Da kann man natürlich auch was tun, aber präventiv ist es viel leichter. Außerdem schaue ich mir immer die Ge- samtsituation an. Rituale am Tag sind für guten Schlaf ebenso relevant wie die Situation bei Nacht. Verraten Sie ein paar Ihrer Lieblingstipps? Bei diesem emotionalen Thema verlasse ich mich gerne auf wissenschaftliche Fakten. Helles Licht zum Beispiel stoppt die Melatoninproduk- tion. Die Umgebung sollte also dunkel sein und das Nachtlicht rot, weil rotes Licht am wenigs- ten Einfluss auf die Melatoninbildung hat. Eine Sound-Maschine kann den Übergang vom Mut- terleib in die weite, unvertraute Welt erleichtern: White Noise imitiert das Rauschen des Bluts, von dem das Kind neun Monate lang umgeben war.
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