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GESELLSCHAFT / Sportförderung Im Wasser orientiert sie sich, indem = sie ihre Schwimmzüge mitzählt. 19 Züge braucht sie für die erste ’ _ f Bahn, wenn sie in Topform ist.Dann E ==, hat sie die Wand des Beckens er- he u CN u reicht, an der sie die Wende macht. m „Das Zählen funktioniert sehr gut, ER ii u #1 2 aber natürlich gab es auch schon ae _ Unfälle an der Wand“, erzählt die - Top-Schwimmerin. en 2021 ist für sie ein Schicksals- jahr: Sie verlobt sich mit ihrem Trainer Phillip Semechin und er- kämpft sich ihre erste Goldmedaille bei den Paralympics. Schon wäh- rend der Wettkämpfe hat sie star- ke Kopfschmerzen. Eine MRT-Un- tersuchung bringt Gewissheit: In Elena Semechins Kopf wächst ein Hirntumor. Doch sie geht wieder in den Kampfmodus: Sie werde nicht nur ihren WM-Titel verteidigen, ver- kündet sie damals, sondern nach ihrer Rückkehr auch ihren Welt- rekord brechen. Noch während der Chemotherapie nimmt sie an der WM teil, der Trainingsplan und die Behandlungen werden dafür eng aufeinander abgestimmt. Und die Athletin hält Wort: 2023 feiert sie ihr großes Comeback bei der WM in Manchester, 2024 dann der Erfolg in Paris. Und nun soll sie zugunsten eines lang ersehnten Wunschkindes ihre Karriere ge- fährden? Sicher nicht. „Ich habe mir vorgenommen, laut zu sein“, meint Semechin. Also spricht sie im Fernsehen und in Podcasts über die Situa- tion werdender Mütter im Leis- tungssport. ‚Wir brauchen eine Art Kündigungsschutz‘, fordert sie, „Fördermaßnahmen und Verträ- ge, die an die Leistung gebunden sind, sollten mindestens zwei Jahre bestehen.“ So wäre auch die Auf- bauphase nach der Geburt abge- deckt. Andere Länder zeigen, wie es gehen kann: England beschäf- tigt eine Kinderbetreuung für das Olympiakader-Personal, in Norwe- gen erhalten Fußballspielerinnen bei einer Schwangerschaft einen Vertragsschutz mit Verlängerung. Fotos: DBS/Team D Poralympics/Pampers (4); Monika Tambour
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