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GESELLSCHAFT / Wettbewerb Mias liebster Schlafplatz: Von hier aus kann sie abends die Sterne und manchmal sogar die Nordlichter sehen ' sy \t und mitten im Fünf Jahre a und i in: M Arktischen Ozea ihre Familie auf dem Weg nach Ostgrönland Auch an abgelegenen Orten findet Mia oft Müll im Meer, den sie einsammelt Unter @toptotopexpedition auf Instagram teilt die Familie Einblicke in ihr Leben an Bord. Ihre aktuelle Route kann man auf ihrer Website toptotop.org verfolgen. Und wer zufällig in der Nähe ist, darf sie gern gehen, weil ihr vom Schaukeln des Schiffs schlecht wurde. Auf der „Pachamama“ gibt es immer etwas zu tun, da müssen auch meine Geschwister und ich mithelfen. Nachts halten wir alle abwechselnd Wache. Zwei Stunden lang sitze ich dann an Deck, schaue konzentriert aufs Meer und ach- te darauf, ob Bojen, Fischernetze oder andere Hindernisse im Wasser schwimmen. Ich lese auch Seekar- ten, schreibe ins Logbuch, was wir erlebt haben und wo wir uns gerade befinden, und helfe beim Kochen, Abwaschen oder Putzen. Nur das Saubermachen der Toilette finde ich eklig, da überlege ich mir meis- tens eine Ausrede. Weil alle so viel zu tun haben, essen wir nur einmal am Tag zusammen. Der Herd ist so eingebaut, dass er sich mit den Wel- len mitbewegt, sonst würde beim Kochen ständig alles herunterfallen. Am liebsten esse ich „Finnbiff“, ein norwegisches Gericht mit Kartof- felpüree und Rentierfleisch, aber 100 wir kochen auch oft Spaghetti, weil es schnell geht. Vor unseren langen Reisen kaufen wir immer in rie- sigen Mengen ein und verstecken überall Vorräte: unter den Betten, unter dem Sofa, in Schubladen. Nur frisches Obst und Gemüse haben wir nicht oft, deshalb freue ich mich immer riesig über einen Salat, wenn wir an Land sind. Ich teile mir ein Hochbett mit Vital. Am liebsten schlafe ich oben, weil ich dort aus dem Fenster die Sterne und manchmal sogar die Nordlichter sehen kann. Unten lassen sich dafür die besten Höh- len bauen. Zwischen Schule und Aufgaben male ich gern, vor allem Landschaften oder Tiere. Ich liege auch oft in unserer Hängematte am Steuerrad und halte Ausschau nach Walen. Und ich liebe es zu schwim- men. Im Sommer bin ich fast den ganzen Tag im Wasser, und selbst im Winter springe ich manchmal hinein. Einen Fernseher haben wir nicht, dafür spielen wir Karten und besuchen. Brettspiele, und abends sitzen wir an Deck, spielen Ukulele und singen, bis die Sonne untergeht. Manchmal streiten wir uns auch. Dann werden wir von Mama und Papa nach vorn zum Anker ge- schickt, um uns wieder zu beruhi- gen. Wir haben die Regel, dass wir uns spätestens bis zum Sonnenun- tergang wieder vertragen müssen. Anders geht es nicht, wenn man mit mehreren Leuten auf engem Raum lebt. Inzwischen haben wir schon mehr Platz als früher. Salina arbeitet in Barbados als Tauchlehre- rin. Alegra besucht eine Sportschule in der Schweiz, und Andri lernt dort für das Abitur. No& ist auf einem Sportgymnasium in Norwegen und hat sein eigenes Boot, die „Naomi“. Ich selbst kann mir aber nicht vor- stellen, irgendwann von der „Pacha- mama“ und meinen Eltern weg- zugehen. Schade ist nur, dass ich keinen Hund an Bord haben darf. Und wenn ich meine neuen Freun- de verlassen muss, bin ich immer ein bisschen traurig. Doch ich weiß: Irgendwo auf der Welt wartet schon das nächste Abenteuer. o © ® & = &
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