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RISIKO Bleibt Zahnbelag bestehen, kann er Karies und Parodontitis begünstigen entzündung mit gelegentlichem Bluten beim Putzen tut nicht weh und wird schnell als harm- los abgetan. Bleibt die Entzündung jedoch länger bestehen, können die Zähne ihren Halt verlieren, obwohl sie äußerlich vielleicht gesund wirken. Eine mögliche Folge ist Zahnausfall. Die Deut- sche Gesellschaft für Parodontologie weist dar- auf hin, dass Parodontitis mit Erkrankungen wie Diabetes mellitus und Herz-KreislaufErkran- kungen in Zusammenhang stehen kann. Ent- zündungen im Mund sind also nicht als isolier- tes Problem zu betrachten - ein Grund mehr für regelmäßige Untersuchungen. Vorsicht ist besser als Nachsicht Ob sie nun Kontroll-, Routine- oder Vorsorge- untersuchung heißt - der Zahn-Check dient dem Zweck, Risiken frühzeitig zu erkennen und zu handeln, bevor manifeste Schäden entstehen, die schlimmstenfalls Zahnersatz erforderlich machen. Krankenkassen raten zu zwei Checks pro Jahr beim Zahnarzt. Dabei werden nicht nur Zähne und Zahnfleisch sorgfältig untersucht, zu- sätzlich wird der Zustand der Mundschleimhaut und der Zunge überprüft. Auch Prothesenträger sollten diesen Service in Anspruch nehmen. Als Nachweis für die Vorsorge dient ein Bonusheft - analog oder digital -, das die Unter- DHEIT / Zahnpflege suchungen dokumentiert. Wer über fünf bezie- hungsweise zehn Jahre hinweg lückenlos min- destens eine Kontrolle pro Kalenderjahr nach- weisen kann, erhält von der Krankenkasse einen erhöhten Festzuschuss zum Zahnersatz: statt 60 Prozent der Regelversorgung 70 beziehungs- weise 75 Prozent. Medizin, nicht Ästhetik Eine sinnvolle Ergänzung zu den Kontrolluntersu- chungen ist laut Bundeszahnärztekammer die pro- fessionelle Zahnreinigung (PZR). Empfohlen wird sie besonders für Menschen mit erhöhtem Risiko für Karies oder Parodontitis. Dazu zählen Diabeti- ker, Raucher, Schwangere, Personen mit Zahnim- plantaten oder festsitzendem Zahnersatz sowie Patienten mit bereits behandelter Parodontitis. Der große Vorteil: Harte und weiche Beläge entfernt die PZR auch an schwer zugänglichen Stellen. Anschließend werden die Zahnoberflä- chen poliert, was die erneute Anlagerung von Plaque erschwert. Gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Kosten der PZR meist nicht, bezuschussen sie aber teilweise auf Anfrage. Wie häufig eine PZR sinnvoll ist, hängt vom individuellen Risiko ab. Für viele genügt sie ein- bis zweimal pro Jahr. Bei erhöhtem Risiko kön- nen kürzere Intervalle empfehlenswert sein. Ent- scheidend ist die Einschätzung des Zahnarztes. Das strahlende Lächeln bleibt eine - wenn auch schöne - Nebensache. > Die größten Plaque-Verursacher Zuckerhaltige Lebensmittel und Getränke sind die Hauptnahrung für plaquebildende Bakterien. Säurehaltige Getränke: Cola, Wein und Fruchtsäfte rauen den Zahnschmelz auf und machen ihn anfälliger für die Anhaftung von Plaque. Stärkehaltige Produkte wie Weißbrot, Nudeln und Kartoffel(-produkte) werden im Mund schnell zu Zucker abgebaut und fördern die Bildung von Plaque. Rauchen fördert nicht nur Zahnverfärbungen, sondern begünstigt auch die Bildung von harter Plaque. 71
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