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Warum neben der täglichen Zahnpflege auch professionelle Prophylaxe wichtig ist und auf, Augen zu und durch“ ist der M* am häufigsten gedachte Satz beim Zahnarzt. Die meisten Menschen beschleicht hier mindestens ein mulmiges Ge- fühl. Umso größer die Erleichterung, wenn der Arzt verkündet, mit den Zähnen sei alles bestens. Augen bitte wieder auf: Für eine solche positive Diagnose kann man eine Menge tun. Die besten Chancen, keine oder nur geringe Zahnprobleme zu bekommen, haben diejenigen, die zusätzlich zur persönlichen Mundhygiene regelmäßig pro- fessionelle Zahnprophylaxe betreiben, das zeigt die „Sechste Deutsche Mundgesundheitsstudie“ (DMS 6), veröffentlicht 2025. Prävention sei der beste Schutz, um „später auch noch kraftvoll zu- beißen zu können“, heißt es darin. Wie aber sieht optimale Vorsorge aus? Vorsicht, Plaque! Viele verbinden Zahnprophylaxe vor allem mit weißeren Zähnen und einem frischen Mundge- fühl. Tatsächlich geht es weniger um Ästhetik als um Gesundheit. Es beginnt mit dem Zahnbelag (Plaque). Er ist ganz normal, schließlich essen und trinken wir täglich. Während der Aufnahme, ob flüssig oder fest, bildet sich durch das Zusammen- spiel von Speichel, Bakterien und Essensresten ein Biofilm, der sich an die Zähne heftet oder sogar unters Zahnfleisch kriecht. Dem Belag auf den Zahnoberflächen können wir durch regelmäßigen Gebrauch von Zahn- bürste, Zahnseide und Interdentalbürsten zu Lei- be rücken. Tipp: Spezielle Mundspülungen oder Tabletten machen unsichtbaren Belag sichtbar und können zu gründlicherem Putzen anregen. Trotzdem bleibt oft noch einiges haften, meist in schwer erreichbaren Mundzonen und unter dem Zahnfleisch, wo keine Bürste hinkommt. Proble- matisch: Der Zahnbelag kann sich verhärten. In Verbindung mit Mineralien im Speichel entsteht Zahnstein - ideale Bedingungen für Karies und Zahnfleischentzündungen (Parodontitis), die nach wie vor zu den häufigsten nicht übertragbaren Erkrankungen weltweit zählen. ROUTINE Die Basis jeder Prophylaxe: tägliche Pflege mit Bürste, Zahnseide und Interdentalbürsten Die Zahnfeinde Karies und Parodontitis Karies entsteht, weil die Bakterien im Zahnbelag Zucker in Säure umwandeln. Diese Säure ent- zieht dem Zahnschmelz Mineralien, macht ihn porös und kann schließlich zu Schmerzen und Löchern im Zahn führen. Wichtig für Eltern: Be- reits der erste Zahn im Kindermund ist anfällig für Karies und Zahnfäule! Erfreulich ist, dass die Krankenkassen die Kosten für Vorsorgeunter- suchungen zwischen dem sechsten Lebensmo- nat und dem sechsten Geburtstag übernehmen. Häufig spielt der Karies das persönliche Ess- verhalten in die Karten. Überraschenderweise ist hier nicht die Menge, sondern vor allem die Häufigkeit der Zuckerzufuhr entscheidend. Wer ständig Süßes snackt oder trinkt, setzt den Zahn- schmelz dauerhaften Säureattacken aus, gegen die er sich kaum wehren kann. Auch wenn in Deutschland die Fälle von Kari- es in den vergangenen Jahrzehnten erfreulicher- weise in allen Altersgruppen, vor allem aber bei Kindern und Jugendlichen zurückgegangen sind: Laut der „Sechsten Deutschen Mundgesund- heitsstudie“ ist die Parodontitis auch hierzulan- de weiterhin eine Volkskrankheit. Sie beginnt oft schmerzfrei: Eine leichte Zahnfleisch- » 69
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