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GESELLSCHAFT A er x maloges Leben TÖPFERN UND BEWEGUNG Der Einsatz von Händen und Sport - beides wirkt als Gegengewicht zum digitalen Alltag. Weniger Bildschirmzeit kann Stress reduzieren und die Schlafqualität verbessern Sportbund (DOSB) im vorigen Jahr mit 29,3 Millionen einen neuen Höchststand. Lauftreffs und Schachklubs, bei denen man sich über das geliebte Hobby austauscht oder es gemein- sam betreibt, sind stark gefragt - und werden auch gewürdigt. 2025 wurde die Förderung von Brettspielen in Deutschland in das bundes- weite Verzeichnis des immateriellen UNESCO- Kulturerbes aufgenommen. Auch in der Arbeitswelt wird verstärkt auf Hybridmo- delle aus Remote-Tätigkeit und Anwesen- heit im Büro gesetzt. Studien zeigen, dass der Vor-Ort-Modus vor allem bei team- orientierten Aufgaben oder beim Start in einen neuen Job sinnvoll ist. Wo weniger Kollabora- tion nötig ist, ist ein konzentrierter Kopf vor dem Rechner zu Hause oft produktiver. Ge- rade junge Erwachsene, die während Corona isoliert waren, empfinden den Austausch mit Kollegen manchmal wie eine soziale Beloh- nung nach einer langen Strecke des Verzichts. Altersgrenze für Social Media So fest digitale Möglichkeiten im Alltag veran- kert sind, so sehr wächst das Bewusstsein für ihre schädlichen Auswirkungen. Laut „Finan- cial Times“ hat die Nutzung von Social Media bereits 2022 den Zenit überschritten und ist seitdem rückläufig (2024: 140 Minuten pro Tag). In Australien wurden mehrere Millionen Konten von Minderjährigen auf sozialen Me- dien gekappt, seit ein Ende 2024 beschlosse- nes Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige in Kraft trat. So soll vor allem die psychische Gesundheit von Kindern geschützt werden. Premierminister Anthony Albanese sagte: ‚Wir wollen, dass unsere Kinder eine Kindheit haben - und dass Eltern wissen, dass wir hin- ter ihnen stehen.“ Allerdings mehren sich die Meldungen, dass das Verbot technisch recht einfach zu umgehen ist, während gleichzeitig in Deutschland eine entsprechende Verbots- diskussion Fahrt aufnimmt. „Leg doch mal das Handy weg!“ Ob auf Druck oder freiwillig: Mit einer gewis- sen Digitalabstinenz geht es uns nachweislich gesundheitlich besser. Die Universität für Wei- terbildung im österreichischen Krems fand » 19
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