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NR Re Sa coM a nallE er Teddybär hat weiches Fell D- einen Schal um den Hals. Er sitzt zwischen Babyklei- dung und Brettspielen. Unter seinen Knopfaugen ist ein Lächeln aufge- stickt. „Der ist super“, sagt Claudia und greift sich das Plüschtier vom Regal. „Den nehme ich gleich mit“ Claudia arbeitet als Familien- helferin in Hannover. Ihre Aufgabe ist es, Familien zu unterstützen, die große Probleme haben oder sich in schwierigen Situationen befinden. Die Hilfe kann unterschiedlich aus- fallen: Claudia zeigt Eltern etwa, wie sie fürsorglicher mit ihren Kindern umgehen können und wie sich Kon- flikte besser schlichten lassen. 98 GESELLSCHAFT / Wettbewerb EP5PIEGEL Jetzt gerade sucht die 37-Jähri- ge Mitbringsel für ihren nächsten Familienbesuch aus. Dafür steht sie in einem Raum, der im selben Gebäude liegt wie ihr Büro. Er ist voller Klamotten, Bücher, Stofftiere und Spielzeug. „Das ist unser Lager“, sagt Claudia. „Die Sachen hier wur- den uns gespendet, zum Beispiel von Freunden und Bekannten. Wir geben sie an Kinder weiter, deren Eltern sich solche Dinge nicht leis- ten können.“ Claudia ist bei der Jugendhilfe- Organisation Venito angestellt, die zu der Unternehmensgruppe Dach- stiftung Diakonie gehört. Das Veni- to-Team besteht aus 48 Familien- MEIN BERUF: helfern. Sie werden vom Jugendamt Hannover beauftragt, Familien in der Stadt zu betreuen. In Deutschland gibt es ein Recht auf Familienhilfe. Es gilt für alle Familien, die allein nicht sicherstel- len können, dass es ihren Kindern gutgeht. Die Kosten für die Hilfe übernehmen die Jugendämter, von denen es hierzulande mehr als 600 gibt. Sie entscheiden auch darü- ber, ob Familienhilfe nötig ist. Für die kann es verschiedene Gründe geben, etwa schwere Krankheiten, Armut, schlimme Streitereien oder andere Notsituationen. Claudia macht den Job seit rund 15 Jahren. „Ich habe Soziale Arbeit
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