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GESUNDHEIT / Stammzellspende Im Jahr 2026 werden von den aktuell mehr als acht Millionen in Deutschland Registrierten rund 160.000 Menschen altersbedingt aus der Spenderdatei ausscheiden - etwa sieben Prozent mehr als im Vorjahr, Tendenz steigend. Um auch künftig helfen zu können, werden vor allem mehr junge Menschen gesucht. Je jünger der Spender, desto größer die Erfolgschance Neue Studien, unter anderem die HAMLET-Stu- die der DKMS, belegen, dass Spenden von Jün- geren den Transplantationserfolg stärker beein- flussen als bisher angenommen. Zwei Drittel der Stammzellspenden in 2025 stammen von jungen Erwachsenen im Alter zwischen 18 und 30 Jahren. Damit es auch in Zukunft möglichst optimale Chancen für Patienten gibt, hofft die DKMS, dass bisherige Spender in der Familie und im Freun- deskreis vor allem junge Leute ansprechen, ob sie sich nicht registrieren lassen wollen. Wer schon eine Typisierungsaktion mitge- macht hat („Mund auf. Stäbchen rein. Spender sein.“), weiß, wie schnell und unkompliziert es ist, dank eines einfachen Abstrichs in der Wange vielleicht Lebensretter zu werden - und Patien- ten und Angehörigen neue Hoffnung auf Heilung zu schenken. > dkms.de/aktiv-werden/kampagnen-aktivitaeten/wbcd Stammzellspende so funktioniert sie Jede gesunde Person zwischen 17 und 55 Jahren kann sich als Stammzellspender registrieren lassen. Gibt es einen „Treffer“ für einen Patienten, nimmt die DKMS Kontakt zum potenziellen Spender auf. Stamm- zellen sind in einem Großteil unserer Kno- chen angesiedelt und können entweder bei einer peripheren Stammzellspende direkt aus dem Blut oder unter Vollnarkose aus dem Knochenmark des Beckenkamms entnommen werden. Im Beckenkamm kommen Stamm- zellen in besonders großer Zahl vor. Das Krankheitsbild des Patienten entscheidet vorrangig über die Art der Stammzellspende. Auf die Wünsche des Spenders wird dabei weitestgehend Rücksicht genommen. 54 JOLINE KRONE Projektmanagerin im Team Sales Activation, 29 Warum sollte man sich registrieren lassen? Auch wenn die Wahrscheinlichkeit, aus- gewählt zu werden, gering ist - die Freude und Aufregung, wenn man den Anruf er- hält, ist unbeschreiblich. Es ist ein einma- liges und erfüllendes Gefühl zu wissen, dass man möglicherweise die Chance hat, ein Leben zu retten. Man muss auch keine Angst vor dem Eingriff oder der OP haben. Der Aufwand, um ein Leben zu retten, ist im Vergleich zum Ergebnis - einem geretteten Menschen - verschwindend gering. Eine kleine Geste mit einer großen Wirkung. Wie wurde die Spende durchgeführt? Meine Stammzellspende erfolgte ope- rativ unter Vollnarkose, die Stammzellen wurden direkt aus dem Knochenmark ent- nommen. Die Spende fand 2018 in Köln statt, damals eine von nur wenigen Ent- nahmekliniken. Schon vor dem Eingriff gab es umfassende Voruntersuchungen, bei de- nen alles gründlich überprüft wurde und meine Wünsche berücksichtigt wurden. Wie ging es Ihnen währenddessen? Die Betreuung durch die DKMS war wäh- rend des gesamten Prozesses hervorragend. Alle Beteiligten waren sehr empathisch und fürsorglich. Die Operation dauerte etwa 20 Minuten. Das höchste Risiko stellte da- bei die Narkose dar, aus der ich nach einer Stunde erwachte. Danach verbrachte ich noch zwei Nächte in der Klinik, mit leichten Schmerzen am Steißbein. Neben der lecke- ren Verpflegung gab es sogar noch ein klei- nes Goodie. Alle Kosten wurden übernom- men, und ich hätte bis zum Schluss einen Rückzieher machen können.
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