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lle zwölf Minuten erhält in Deutschland A, DKMS (ehemals Deutsche Knochen- ‚markspenderdatei) ein Mensch die Di- agnose Blutkrebs, weltweit alle 27 Sekunden. Blutkrebs ist die häufigste Form von Krebs bei Kindern. Eine Rettung kann eine passende Stammzellspende sein - von einem „genetischen Zwilling“. Ist man möglicherweise ein solcher Lebensretter? Für potenzielle Spender ist der erste Schritt unkompliziert: Ein Wangenabstrich genügt, den genetischen Abgleich übernehmen spezialisierte Labore. Doch was passiert, wenn eine Spende tatsächlich infrage kommt? Am 28. Mai, dem World Blood Cancer Day, macht die DKMS auf Blutkrebs aufmerksam. An diesem Tag finden Aktionen statt, bei dem man sich als möglicher Stammzellspender registrie- ren lassen kann. Auch bei ROSSMANN wird das Thema immer wieder aufgegriffen, etwa durch punktuelle finanzielle Unterstützung an die DKMS oder Hinweise auf Registrierungsangebo- te. Viele Mitarbeiter sind bereits registriert, meh- rere von ihnen haben sogar bereits gespendet (siehe Kurzinterviews auf diesen Seiten). Was ist die DKMS, und gibt es auch andere Organisationen? Die DKMS ist eine gemeinnützige internationale Organisation, die 1991 in Deutschland mit dem Ziel gegründet wurde, Blutkrebspatienten zu hel- fen. Über sie sind mehr als 13 Millionen poten- zielle Spender registriert; bis heute hat die Or- ganisation mehr als 130.000 Stammzellspenden vermittelt. Die DKMS ist außer in Deutschland in den USA, in Polen, Großbritannien, Chile, In- dien und Südafrika aktiv. Neben der DKMS gibt es weitere Organisationen, bei denen man sich als Stammzellspender registrieren lassen kann (z. B. Stefan-Morsch-Stiftung, AKB in Bayern, NKR in Norddeutschland sowie Blutspendedienste verschiedener Universitätskliniken). Letztlich arbeiten alle Organisationen mit dem Zentra- len Knochenmarkspender-Register Deutschland (ZKRD) zusammen. Es ist nicht sinnvoll, sich bei mehreren Stellen registrieren zu lassen. Der Generationenwechsel macht sich bemerkbar 2025 vermittelte die DKMS international mehr als 7.300 Stammzellspenden aus Deutschland. Ob den Patienten geholfen werden kann, hängt maßgeblich mit der Anzahl der Spender zusam- men: Je mehr Spender, desto höher die Wahr- scheinlichkeit, dass es ein „Match“ gibt. Doch jetzt schlagen die Verantwortlichen Alarm: » JANA MARX UX Researcher im Team Customer Insights und Analytics, 28 Wann und wie erhielten Sie die Informa- tion, dass Sie als Spenderin von Stamm- zellen ausgewählt wurden? Als die Mitteilung per E-Mail kam, war ich zunächst skeptisch. Ich rief bei der DKMS an und fragte: „Habe ich von Ihnen wirklich eine E-Mail bekommen oder ist das Phishing?“ Die DKMS hat mir dann bestätigt, dass die E-Mail echt ist. Ich war überrascht, weil ich nicht damit gerechnet hätte, als Spenderin infrage zu kommen - unabhängig davon, dass ich die DKMS ehrenamtlich unterstütze. Ein passendes Match ist ein kleines Wunder, es kam mir so unwahrscheinlich vor. Wie haben Sie die Spende erlebt? Die Stammzellenentnahme dauerte drei Stunden, und kurz darauf war klar, dass die Stammzellmenge ausreicht. Körperlich ging es mir sehr schnell wieder gut. Meine Blutwerte wurden in den Wochen danach ärztlich kontrolliert. Der gesamte Ablauf hat mich sehr berührt: In der Klinik hatte ich ein Buch mit Geschichten von ande- ren Spendern und Patienten gelesen. Das hat mir die Situation noch mal anders und realer vor Augen geführt. Was würden Sie jemandem sagen, der zögert, sich registrieren zu lassen? Meine zentrale Botschaft ist, dass die größte Hürde für eine Registrierung oft falsche Vorstellungen und Ängste sind. Die Entnahme der Stammzellen ist wirk- lich nicht schlimm. Viel wichtiger ist doch, worum es geht: Es ist oft die einzige Über- lebensmöglichkeit für einen Menschen irgendwo auf der Welt. 63
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