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Wie eine Arthrose entsteht - und was der eigene Lebens- stil damit zu tun hat TEXT Ines Hennenberg eim Treppensteigen streikt B: Knie. Der Deckel vom Marmeladenglas lässt sich nicht mehr öffnen - die Finger sind zu kraftlos. Jedes Ankleiden wird zur Tortur, weil die Schulter bei Überkopf- oder die Hüfte bei Dreh- bewegungen höllisch schmerzt: So oder ähnlich geht es Menschen mit Arthrose. Diese häufigste aller Ge- lenkerkrankungen gilt inzwischen als Volkskrankheit - die hierzulande immer häufiger in Operationen mit künstlichem Gelenkeinsatz mündet, etwa einer Hüftprothese. Ist dieser Ablauf unvermeidlich? Schmerzhaft ausgebremst Laut Deutsche Arthrose-Hilfe e. V. leiden allein in Deutschland etwa fünf Millionen Menschen unter Be- schwerden, die durch eine Arthrose verursacht werden. Zwei Millionen Menschen haben durch eine Ar- throse täglich Schmerzen. Am häufigsten betroffen sind Hände, Knie und Hüften. Aber auch alle anderen Gelenke können be- fallen sein. Viele Betroffene spüren „ihre“ Arthrose nicht nur an einem Gelenk, sondern, so ergab es eine Mitgliederbefragung der Deutschen Arthrose-Hilfe e.V. (Jahresbericht 2024), an sechs und mehr Stellen gleichzeitig. So kann Arthrose, wenn- gleich nicht tödlich, Betroffene im Alltag derart stark ausbremsen, dass selbst kleine Routinen schwer zu be- wältigen sind. Damit einhergehen- de Schmerzen beeinträchtigen die SCHMERZHAFT Eine Arthrose in den Fingern oder Händen kann den Alltag von Betroffenen - meist sind es Frauen - enorm belasten BUCHTIPP Prof. Dr. Andreas Michalsen setzt bei „Arthrose, Rheuma und Schmerzen“ (Insel Verlag, 2022) verstärkt auf die Naturheilkun- de (siehe auch nächste Seite) Lebensqualität und Lebensfreude - was wiederum andere Beschwerden und Krankheiten begünstigen kann, etwa Depressionen. Was ist Arthrose? Die Schmerzen sind allerdings „nur“ Symptome. Die eigentliche Krankheit Arthrose bezeichnet eine Schädigung der Knorpelschicht in einem Gelenk - die wie ein Stoß- dämpfer im Körper funktioniert. Ein gesundes Gelenk arbeitet wie ein gut geöltes Getriebe. Die Ge- lenkflüssigkeit ist die Schmierung, die dafür sorgt, dass Knorpelober- flächen reibungslos aufeinander gleiten, Knochen nicht auf Knochen reiben. Bei einer Arthrose wird der Knorpel jedoch unregelmäßig und dünner, zerfasert, baut nach und nach ab. Ein irreparabler Schaden. Ist erst mal „Sand im Getriebe“, kann es zu Gelenksteifigkeit » 83
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