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GENUSS / Matcha GRÜNE GELASSENHEIT Vom Kulturgut zum Trendgetränk: Matcha TEXT Ines der große Philosoph Konfuzius (ca. 551-479 v.Chr.) gesagt haben. Wer wollte dieser Weisheit wider- sprechen? Jeder kann es nachspü- ren: Geht man aufmerksam durchs Leben, überstürzt nichts und er- ledigt Aufgaben konzentriert, lebt es sich stressfreier, und man hat mehr Energie. Ein höchst angeneh- mer Zustand, den Matcha womög- lich unterstützt. Immerhin wurde das Pulver aus zermahlenen Grün- teeblättern wegen seiner so beru- higenden wie wach machenden Wirkung schon in der traditionellen ostasiatischen Medizin geschätzt und gilt - in hochwertiger Qualität - als edelste Teesorte der Welt. Wie Konfuzius stammt Matcha aus China. Dort genossen buddhis- tische Mönche bereits im 6.Jahr- hundert das smaragdgrüne Pul- ver mit dem leicht grasig-erdigen Geschmack und der süßlich-fein- bitteren Note. Heute zählt es zum Geschmacksprofil Umami, was auf I: der Ruhe liegt die Kraft, soll 74 Hennenberg Deutsch „köstlich“ bedeutet. Die Mönche brühten das Pulver mit heißem Wasser auf oder rührten es in Speisen, um beim Meditieren ruhig und dennoch wach zu blei- ben. Als die chinesische Teekultur einige Jahrhunderte später nach Ja- pan kam, entwickelte sich dort die Chanoyu-Zeremonie, ein Ritual zur Zubereitung speziell von Matcha- Tee, das weit über simples Trinken hinausgeht. Bis heute wird Chanoyu in Japan als kulturelles Erbe und zur Entspannung praktiziert. Was Matcha inhaltlich bietet, zeigt die moderne Forschung: Qua- litativ hochwertiges Matcha-Pulver enthält eine hohe Konzentration an Catechinen, sekundäre Pflanzen- stoffe, denen starkes antioxidatives Potenzial zugeschrieben wird. Das soll vor Zellschäden schützen und helfen, Krankheiten vorzubeugen. Die Produktion von hochwertigem Matcha ist aufwendig. Eine Grün- teepflanze, aus der Matcha gewon- nen werden soll, muss vor der Ernte einige Wochen mit lichtundurchläs- sigen Netzen oder Matten „beschat- tet“ werden. Dadurch erhöht sich ihr Chlorophyll- und Theaningehalt. Je höher der Chlorophyll-Anteil, des- to intensiver die grüne Farbe - ein Qualitätsmerkmal. In Kombination mit dem ebenfalls im Matcha ste- ckenden Koffein sorgt Theanin für einen sanften Wachmacher-Effekt: Laut US-Fachmagazin „Journal of Medicinal Food“ (2021) steigert die- ser Mix die Aufmerksamkeit und Reaktionsfähigkeit ohne die typi- schen Nebenwirkungen von Koffein, etwa Nervosität. Kein Wunder also, dass sich Matcha-Tee in der westlichen Welt zu einem Kultgetränk aufgeschwun- gen hat als eine Art Gegenpol zum hibbeligen Kaffeekick. Besonders die junge Generation liebt Matcha. Hippe Cafes und Coffeeshops haben sich darauf eingestellt: Matcha Lat- te, eine Kombination aus Matcha- Tee, Pflanzen-Drink oder Kuhmilch, eventuell mit Zucker und/oder Sirup, ist besonders angesagt - auch wenn das mit traditionellem Matcha-Tee nur noch wenig zu tun hat. Aber nicht nur als Tee ist Matcha ein Hit. Es verleiht etwa Smoothies, Joghurt oder Kuchenteig mehr Cremigkeit und ein besonde- res Aroma. Dafür darf’s ruhig eine einfache, günstigere Matcha-Sorte sein. Wer mag, kann mit verschie- denen Qualitäten und Einsatzmög- lichkeiten des begehrten Grün- zeugs experimentieren. Dabei nur nicht hektisch werden! o Oma Heidis Tipp Mein cremiger Matcha- Shake ist eine Wucht. Dafür eine halbe Banane, 200 ml Hafer-Drink und einen hal- ben Teelöffel Matcha-Pulver, optional mit etwas Honig, im Mixer pürieren. PR Fotos: AdobeStock (2);
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