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TITELTHEMA „Selbstfürsorge ist eine Notwendigkeit" Wirklich freie Zeit ist für Mütter ein knappes Gut. Woran das liegt und wie Mamas sich und ihre Bedürfnisse wieder zur Priorität machen ISABEL HUTTARSCH stärkt als Psycho- login Mütter auf ihrem Weg in einen Alltag auf Augen- höhe - mit ihren Kindern und sich selbst. mama psychologie.de Freie Zeit haben viele Mütter sel- ten. Was ist darunter überhaupt zu verstehen, bzw. was ist eben keine Me-Time? Wirklich freie Zeit beginnt tatsächlich erst dort, wo - zumindest für einen Mo- ment — keine direkte Verantwortung für die Bedürfnisse anderer besteht. Es ist der Moment, in dem Mütter nicht tausend Dinge im Kopf haben und den Alltag zusammenhalten müssen, sondern der Augenblick, in dem sie all das loslassen können. Denn allzu oft entsteht im turbulenten Familien- leben erst dann Raum für die eigenen körperlichen und psychischen Grund- können, erklärt Psychologin Isabel Huttarsch. bedürfnisse. Und das ist ein Problem. Denn diese Bedürfnisse sind immer da - auch dann, wenn es den Raum nicht gibt. Keine echte Freizeit ist es im Umkehrschluss also immer dann, wenn Mütter zwar vielleicht gerade ohne ihre Kinder sind, aber innerlich weiter funktionieren müssen. Echte Me-Time zeichnet sich dadurch aus, dass sie vor- handene Bedürfnisse wirklich nähren kann. Sie schenkt Raum, um zu sein - und nicht nur, um zu tun. Wenn Mütter Zeit für sich haben, haben sie oft ein schlechtes Ge- wissen. Woher kommt das? Dieses Schuldgefühl ist unter Müttern allgegenwärtig - und gleichzeitig kein persönliches Versagen. Es ist vielmehr ein kollektives Erbe: Generationen von Frauen haben gelernt, dass Fürsorge für andere wichtiger ist als Fürsorge für sich selbst. Dass sie über alle Grenzen hinaus funktionieren müssen. Mutter- liebe wird oft missverständlich und fol- genschwer mit Selbstaufgabe gleich- gesetzt. Sich davon zu befreien, beginnt mit dem Bewusstsein, dass es uns als Müttern gut gehen darf. Wir müssen nichts leisten, um geliebt zu werden oder um unsere Kinder lieben zu kön- nen. Wir sind gut genug, wie wir sind. Porträt: Franziska Spindler Fotografie
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