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GENUSS / Himbeeren FINGERFOOD VOMST RAUCH Zart, duftend und voller Geschmack: Himbeeren gehören zu den beliebtesten Sommerfrüchten TEXT Barbara aben Sie sich als Kind auch H*** auf die Finger- kuppen gesteckt und sie dann eine nach der anderen ge- nüsslich vernascht? Genau so lässt sich diese Frucht wunderbar essen - denn Himbeeren sind innen hohl. Der Grund dafür ist der Frucht- boden, der beim Pflücken an der Pflanze zurückbleibt. Botanisch betrachtet ist die Him- beere (Rubus idaeus) übrigens gar keine Beere, sondern eine Sammel- steinfrucht. Sie setzt sich aus vielen saftigen Einzelfrüchten zusammen und gehört zur Familie der Rosen- gewächse. Zu Hause fühlt sie sich in den kühleren Klimazonen Euro- pas, Asiens und Nordamerikas. Seit Jahrhunderten wird sie kultiviert, sie wächst aber auch gern wild - im 82 Spielhagen Garten, auf Feldern oder auf sonni- gen Waldlichtungen. Ihre Erntezeit reicht von Juni bis September. Diese kunstvolle, vielteilige Kon- struktion der Natur hat allerdings ihre Tücken, denn die Himbeere ist ein echtes Sensibelchen. Schon ein wenig zu viel Geruckel im Körbchen genügt, und sie drückt sich selbst zu Kompott. Ist sie einmal gepflückt, reift sie außerdem nicht nach. Am besten lagert man Himbeeren luftig und kühl - und genießt sie mög- lichst bald. Oma Heidis Tipp Klingt ungewöhnlich, schmeckt aber herrlich: 200 9 griechischen Joghurt mit einer Handvoll Himbeeren, 1TL Honig und einem Spritzer Zitrone verrühren. Anschließend etwas frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer und ein paar Tropfen Olivenöl unterheben. Und damit sind wir beim Wich- tigsten: dem Geschmack. Im Mund entfalten Himbeeren ihr wunder- bar feines Aroma - süß, mit einer zart säuerlichen Note. Je reifer die Frucht, desto süßer schmeckt sie, und je nach Sorte variiert ihre Saf- tigkeit. Auch ihre inneren Werte sind beachtlich: viel Vitamin C zur Unterstützung des Immunsystems, Ballaststoffe - darunter Pektine -, die die Verdauung beschäftigen und länger sättigen können, sowie sekundäre Pflanzenstoffe mit anti- oxidativen Eigenschaften. Ebenso erfreulich: Trotz ihres üppigen Aro- mas sind Himbeeren vergleichs- weise zuckerarm. Damit man sie wirklich auskos- tet, sollte man Himbeeren nicht wie einen Apfel unter dem Wasserstrahl waschen, sondern sie erst kurz vor dem Genießen behutsam ins Was- ser tauchen. Wer nicht gleich das ganze Körbchen vernascht, friert sie am besten ein. Tiefgekühlte Him- beeren sind erstaunlich aromatisch und machen sich hervorragend in Smoothies oder als schnelle Soßen- basis. Ob ganz oder püriert in Des- serts und Torten, im Müsli oder zu Konfitüre verarbeitet - die Frucht schmeckt einfach köstlich. Und auch in Salaten, etwa mit Schafs- käse oder einem feinen Dressing, setzt ein Hauch Himbeeraroma ge- schmacklich ein i-Tüpfelchen. Wenn Sie sie’s eher pur mögen, wissen Sie jetzt, wie man Himbee- ren am besten genießt - ganz gleich, wie alt Sie sind. o & 8 &
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