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Aktueller Prospekt Rossmann - Gültig von 27.02 bis 07.03 - Seitenzahl 66

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Aldi-Nord - ALDI Vorschau
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Prospekt Kaufland - Prospekt 26 Feb, 2026 - 4 Mär, 2026
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Prospekt Norma - NORMA - Ihr Lebensmittel-Discounter | Online-Prospekt 23 Feb, 2026 - 28 Feb, 2026
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GESUNDHEIT / Geschlechtersensible Medizin Studiendaten, in denen Frauen entweder kaum vorkommen oder nicht gesondert be- trachtet wurden. Dabei erleben Frauen Krank- heiten häufig ganz anders als Männer. Auf den ersten Blick klingt es paradox: In der Medizin hat Gleichbehandlung nichts mit Gleichberechtigung zu tun. Im Gegenteil: Hier kann sie zu Ungleichheit führen - und in manchen Fällen lebensgefährlich sein. ‚Wir sehen eine deutliche Versorgungslücke für Frauen, einen ‚Gender Health Data Gap‘ “, sagt Prof. Dr. med. Sylvia Stracke, Fachärztin an der Universitätsmedizin Greifswald. Sie forscht seit Jahren dazu, wie geschlechtersensible Medizin die Versorgung verbessern kann. Eine junge Forschungsrichtung Der Ansatz dahinter: Frauen und Männer sollen gleichermaßen optimal behandelt wer- den. Biologisch, aber auch sozial und kulturell gibt es Unterschiede, die relevant und in der sogenannten Gendermedizin zusammen- gefasst sind. Zwar begannen US-Mediziner in den 1980er-Jahren, geschlechterspezifisch zu for- schen, und die Weltgesundheitsorganisation FOKUS Männern 66 Viele Medika- mente wirken bei Frauen anders alsbei WHO empfahl 2001 die internationale Umset- zung. Doch in Deutschland dauerte das: Noch bis vor rund 15 Jahren war es hierzulande kaum üblich, Medizin nach Geschlecht oder anderen genderrelevanten Faktoren zu syste- matisieren. Erst das Institut für Geschlechter- forschung in der Medizin (GiM), 2003 an der Berliner Charite gegründet, führte zu breiterer Aufmerksamkeit. Es folgten neuere Studien- zentren, etwa an der Universitätsmedizin Greifswald mit Prof. Stracke, die dazu beitra- gen, Forschungsstudien systematisch nach geschlechtsspezifischen Mustern auszuwer- ten und die Erkenntnisse umzusetzen. Seit 2017 stärkt das Bundesministerium für For- schung, Technologie und Raumfahrt gezielt die geschlechtersensible Forschung. Und im aktuellen Koalitionsvertrag ist Frauengesund- heit als ein Schwerpunkt festgeschrieben. Insgesamt fand in der Medizin ein Para- digmenwechsel statt: Heute gilt nicht mehr das simple „Die Frau ist halt anders“. Statt- dessen lautet die Kernfrage: Wie genau ist sie anders - und was bedeutet das für die medi- zinische Behandlung? Erste Errungenschaften „Langsam nimmt das Thema wirklich Fahrt auf“, sagt Stracke. Erkrankungen, die Frauen häufiger oder sogar ausschließlich betref- fen - etwa Essstörungen oder Endometriose -, rücken stärker in den Fokus. Auch bei Er- kenntnissen zum Herzinfarkt hat sich einiges getan: Heute weiß man, dass Frauen viel häu- figer Symptome wie Atemnot, Übelkeit oder Rücken- und Kieferschmerzen haben, wäh- rend bei Männern eher starke Brustschmer- zen auftreten. Solche Erkenntnisse können im Ernstfall Leben retten. Geschlechtersensible Forschung zeigt au- ßerdem, dass Frauen Medikamente oft anders verstoffwechseln. Sie empfinden Schmerz teil- weise anders und erleiden nachweislich häufi- ger Nebenwirkungen: Der US-Wissenschaftler Irving Zucker und sein Team fassten Studien zusammen, wonach Frauen ein signifikant höheres Risiko für medikamentöse Neben- wirkungen haben - möglicherweise aufgrund hormoneller Schwankungen, aber auch, weil Dosierungen schlicht auf Durchschnittswer- ten männlicher Probanden basieren. Die Bei- spiele reichen von GLP-1-Abnehmspritzen über Betablocker bis zu Schlaftabletten und Opiaten, berichtet Stracke. Damit Ärzte künf- tig richtig dosieren können, brauchen sie »

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GESUNDHEIT / Geschlechtersensible Medizin Studiendaten, in denen Frauen entweder kaum vorkommen oder nicht gesondert be- trachtet wurden. Dabei erleben Frauen Krank- heiten häufig ganz anders als Männer. Auf den ersten Blick klingt es paradox: In der Medizin hat Gleichbehandlung nichts mit Gleichberechtigung zu tun. Im Gegenteil: Hier kann sie zu Ungleichheit führen - und in manchen Fällen lebensgefährlich sein. ‚Wir sehen eine deutliche Versorgungslücke für Frauen, einen ‚Gender Health Data Gap‘ “, sagt Prof. Dr. med. Sylvia Stracke, Fachärztin an der Universitätsmedizin Greifswald. Sie forscht seit Jahren dazu, wie geschlechtersensible Medizin die Versorgung verbessern kann. Eine junge Forschungsrichtung Der Ansatz dahinter: Frauen und Männer sollen gleichermaßen optimal behandelt wer- den. Biologisch, aber auch sozial und kulturell gibt es Unterschiede, die relevant und in der sogenannten Gendermedizin zusammen- gefasst sind. Zwar begannen US-Mediziner in den 1980er-Jahren, geschlechterspezifisch zu for- schen, und die Weltgesundheitsorganisation FOKUS Männern 66 Viele Medika- mente wirken bei Frauen anders alsbei WHO empfahl 2001 die internationale Umset- zung. Doch in Deutschland dauerte das: Noch bis vor rund 15 Jahren war es hierzulande kaum üblich, Medizin nach Geschlecht oder anderen genderrelevanten Faktoren zu syste- matisieren. Erst das Institut für Geschlechter- forschung in der Medizin (GiM), 2003 an der Berliner Charite gegründet, führte zu breiterer Aufmerksamkeit. Es folgten neuere Studien- zentren, etwa an der Universitätsmedizin Greifswald mit Prof. Stracke, die dazu beitra- gen, Forschungsstudien systematisch nach geschlechtsspezifischen Mustern auszuwer- ten und die Erkenntnisse umzusetzen. Seit 2017 stärkt das Bundesministerium für For- schung, Technologie und Raumfahrt gezielt die geschlechtersensible Forschung. Und im aktuellen Koalitionsvertrag ist Frauengesund- heit als ein Schwerpunkt festgeschrieben. Insgesamt fand in der Medizin ein Para- digmenwechsel statt: Heute gilt nicht mehr das simple „Die Frau ist halt anders“. Statt- dessen lautet die Kernfrage: Wie genau ist sie anders - und was bedeutet das für die medi- zinische Behandlung? Erste Errungenschaften „Langsam nimmt das Thema wirklich Fahrt auf“, sagt Stracke. Erkrankungen, die Frauen häufiger oder sogar ausschließlich betref- fen - etwa Essstörungen oder Endometriose -, rücken stärker in den Fokus. Auch bei Er- kenntnissen zum Herzinfarkt hat sich einiges getan: Heute weiß man, dass Frauen viel häu- figer Symptome wie Atemnot, Übelkeit oder Rücken- und Kieferschmerzen haben, wäh- rend bei Männern eher starke Brustschmer- zen auftreten. Solche Erkenntnisse können im Ernstfall Leben retten. Geschlechtersensible Forschung zeigt au- ßerdem, dass Frauen Medikamente oft anders verstoffwechseln. Sie empfinden Schmerz teil- weise anders und erleiden nachweislich häufi- ger Nebenwirkungen: Der US-Wissenschaftler Irving Zucker und sein Team fassten Studien zusammen, wonach Frauen ein signifikant höheres Risiko für medikamentöse Neben- wirkungen haben - möglicherweise aufgrund hormoneller Schwankungen, aber auch, weil Dosierungen schlicht auf Durchschnittswer- ten männlicher Probanden basieren. Die Bei- spiele reichen von GLP-1-Abnehmspritzen über Betablocker bis zu Schlaftabletten und Opiaten, berichtet Stracke. Damit Ärzte künf- tig richtig dosieren können, brauchen sie »
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